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Die BIF - Bundesinitiative Integration
und Fernsehen wird gefördert durch:

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das Ministerium für
Arbeit und Soziales
Baden-Württemberg


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den Europäischen
Sozialfonds

Schirmherrschaft
Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer

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Dokumentation 2005

Die am 15. Juli 2005 am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie gegründete BUNDESINITIATIVE INTEGRATION UND FERNSEHEN beteiligte sich an bzw. initiierte im Rahmen der Projektarbeit 2005 folgende Veranstaltungen:

MEDIEN – BILDUNG – INTEGRATION, Symposium, 15.07.2005

22. GMK-Forum Kommunikationskultur 2005 Fachveranstaltung, 18.-20.11.2005

Ideen Workshop, Fachworkshop, 04.10.2005



15. Juli 2005
Symposium: MEDIEN – BILDUNG – INTEGRATION


Im Rahmen der Fachveranstaltung MEDIEN – BILDUNG – INTEGRATION am 15. Juli 2005 im Medientheater des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe wurden zwei durch das Ministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderte Projekte präsentiert: Multiline – das Netzwerk für MultiplikatorInnen zur Förderung der Medienkompetenz und „Bildung und Integration von Migranten durch das Unterhaltungsfernsehen“ des ZKM | Institut für Medien und Wirtschaft. Zum Abschluss der Veranstaltung erfolgte die Gründung der Bundesinitiative Integration und Fernsehen.

Zu Beginn des Symposiums MEDIEN – BILDUNG – INTEGRATION begrüßte Dr. Michael Heck, Kulturreferent der Stadt Karlsruhe, die inhaltliche und örtliche Verknüpfung zwischen dem ZKM und der Bundesinitiative Integration und Fernsehen. Seinen Wünschen für eine Initialzündung und nachhaltige Wirkung der Aktivitäten der Initiative schloss sich auch Andreas Renner, Minister für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg, an. Er betonte in seiner Eröffnungsrede die Bedeutung und das Potential jener europaweit einmaligen Plattform, deren langfristiges Ziel die nachhaltige und reflektierte Verankerung der Integrationsthematik im öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehen ist.

Die Bundesinitiative Integration und Fernsehen wird erstmals die Zusammenarbeit zwischen Akteuren aus Film und Fernsehen, kulturschaffenden Migranten und Vertretern der Medien- und Migrationsforschung ermöglichen. Mit der Unterstützung von u.a. Tayfun Bademsoy, Hussi Kutlucan, Edzard Reuter und Feridun Zaimoglu sollen so insbesondere durch das Unterhaltungsfernsehen neue Impulse für Bildung und Integration vermittelt werden. Die Idee und Umsetzung der Initiative beruht auf den Ergebnissen einer mehrjährigen Forschungsarbeit am ZKM | Institut für Medien und Wirtschaft, die durch das Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt wurde.

Die Abstracts der gesamten Vortragsreihe, in einem PDF zusammengefasst, stehen hier für den Download zur Verfügung

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Michael Mangold

Michael Mangold, Leiter des Instituts für Medien und Wirtschaft am ZKM, verdeutlichte in seinem Beitrag „Bildung und Integration – Chancen der Gestaltung einer gesellschaftspolitischen Aufgabe durch das Fernsehen“, die Bedeutung des Mediums für die Vermittlung von Bildungsimpulsen an Heranwachsende mit Migrationshintergrund. Die Potentiale insbesondere des Unterhaltungsfernsehens beziehen sich auf die Möglichkeit, Identifikationsfiguren zu stiften, welche die Integration und Bildungsbeteiligung von Migranten zu stärken vermögen.

Der Abstract zum Vortrag steht hier als PDF zur Verfügung...


Hussi Kutlucan

Im Anschluss daran verdeutlichte der Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Hussi Kutlucan die „Einseitige Begegnung von Migranten im Unterhaltungsfernsehen“: Zwanzig Jahre nach seiner Einwanderung begann seine Schauspielkarriere zu einer Zeit, in der er sich bereits weit mehr „deutsch“ als „türkisch“ fühlte. Dennoch sahen und sehen Autoren, Produzenten und Regisseure in ihm allem voran einen Türken. Die Charaktere und der Handlungsspielraum der ihm angebotenen Rollen bleiben deshalb nicht selten auf türkische Accessoires beschränkt: Döner zubereitend und Tee trinkend soll er in mit Teppichen behängten Wohnräumen vermeintlich typisch türkische Geschichten verkörpern.

Der Abstract zum Vortrag steht hier als PDF zur Verfügung...

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„Medien und ihre Wirkung im Kontext der Integration“ erläuterte Christina Lindner, Diplompsychologin am ZKM | Institut für Medien und Wirtschaft. In ihrem Vortrag verdeutlichte sie, dass Medien neben der Vermittlung von Fakten und Einzelinformationen auch über ihre narrative Struktur Kenntnisse und Wissen vermitteln, die an bereits verankerten Lerndispositionen anknüpfen. Aufgrund dessen vermitteln auch Unterhaltungsformate Vorstellungen und Kenntnisse bezüglich der sozialen Realität. Diese Vermittlungsfunktion muss jedoch bei der Darstellung von Migranten und ihren Lebensverhältnissen kritisch betrachtet werden.

Die Präsentation zum Vortrag steht hier als PDF zur Verfügung...


Lothar Troll

Der Nachmittag stellte die Verbindung zum Themenbereich der Ausbildung und Medien her: Lothar Troll vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg erläuterte im Rahmen seines Vortrages „Die Berufswelt im Fernsehen“ den Einfluss des Fernsehens, insbesondere von Soap Operas, auf Entscheidungen im Berufswahlprozess von Jugendlichen. Kritikabel sei hierbei aus seiner Sicht die verengte und häufig realitätsferne Darstellung sowohl des Berufsspektrums als auch des beruflichen Alltags.

Der Abstract zum Vortrag steht hier als PDF zur Verfügung...

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Karin Eble

Im Anschluss daran stellte Karin Eble das Projekt Mutliline – Netzwerk für MultiplikatorInnen zur Förderung der Medienkompetenz des Wissenschaftlichen Instituts des Jugendhilfswerks e.V. Freiburg vor. Multiline verfolgt als virtuelle und reale Plattform über die Vernetzung von medienpädagogischen Angeboten und Aktivitäten das Ziel, die Medienkompetenz von Mädchen und Frauen zu stärken. Das Netzwerk richtet seinen Fokus auf die Förderung von Schlüsselqualifikationen im Bereich der Neuen Medien, welche für eine erfolgreiche Partizipation in der Informationsgesellschaft notwendig sind. Medien, Bildung und Chancengleichheit stehen im Zentrum der Aktivitäten von Multiline – hierfür werden unter anderem Synergieeffekte zwischen bestehenden Einrichtungen geschaffen, Öffentlichkeitsarbeit geleistet und der fachliche Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis initiiert und gefördert.

Julia Willmann

Ein Projekt des Netzwerks Multiline ist die Aktion „Kamera unterwegs“. Mit dieser Aktion ermöglichte Multiline Mädchen aus verschiedenen Einrichtungen zusammen mit der Filmemacherin Julia Willmann aus der Redaktion Spielfilm von ARTE, die Herstellung von Filmen professionell zu lernen. Julia Willmann schilderte in ihrem Beitrag, wie die beteiligten Mädchen an Selbstbewusstsein gewannen und den kritischen Umgang mit dem Medium erlernten, indem sie ihre Kreativität mit dem notwendigen technischen Know How verknüpfen konnten. Die ARTE Redakteurin betonte, dass sich diese Form von spielerischem Umgang mit dem Medium auch für die medienpädagogische Arbeit mit Migrantinnen und Migranten wichtige Anregungen liefern kann.

Der Abstract zum Vortrag steht hier als PDF zur Verfügung...

Gründung der BIF - BUNDESINITIATIVE INTEGRATION UND FERNSEHEN

BIF_Gründung

Zum Abschluss der eintägigen Veranstaltung wurde die BUNDESINITIATIVE INTEGRATION UND FERNSEHEN (BIF) gegründet. Michael Mangold, der Initiator der BIF, präsentierte gemeinsam mit den beiden Schauspielern Hussi Kutlucan und Ercan Özcelik die Ziele und Maßnahmen der Initiative, die am ZKM|Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe verankert ist. Zu den Beteiligten zählen unter anderem der Drehbuchautor Mario Giordano, Edzard Reuter (ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG), der Autor Feridun Zaimoglu sowie das Deutsch-Türkische Forum Stuttgart, die Produktionsfirma GAMBIT, das Netzwerk Multiline uvm.

Das Programm steht als PDF zum Downloaden zur Verfügung...

Links:

  • ZKM|Institut für Medien und Wirtschaft
    www.zkm.de/muw
  • ZKM|Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe www.zkm.de
  • Multiline - Netzwerk für MultiplikatorInnen zur Förderung der Medienkompetenz von Mädchen
    www.multiline-net.de
  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
    iab.de

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18. - 20. November 2005
22. GMK-Forum Kommunikationskultur 2005

Vom 18. bis zum 20. November 2005 fand in Bielefeld in Ravensberger Spinnerei das 22. Forum Kommunikationskultur der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) statt. Im Mittelpunkt des Forums 2005 stand das Thema: „Migration, Globalisierung und Medien – neue Bildungskonzepte“. Im Rahmen dieser Veranstaltung hielt Michael Mangold, Leiter des ZKM|Institut für Medien und Wirtschaft, am 19. November den Vortrag „Medien und ihre Wirkung im Kontext der Integration“ und stellte die BUNDESINITIATIVE INTEGRATION UND FERNSEHEN vor.

Weitere Informationen: www.gmk-net.de


4. Oktober 2005
Ideen-Workshop

Am 4. Oktober 2005 fand am ZKM|Zentrum für Kunst und Medientechnologie das erste interne Arbeitstreffen im Rahmen der BUNDESINITIATIVE INTEGRATION UND FERNSEHEN statt. An der Veranstaltung nahmen u.a. Drehbuchautor und Regisseur Dominik Wessely, Geschäftsführer der GAMBIT Film & Fernsehproduktion GmbH und Produzent Michael Jungfleisch, Lehrer Klaus Philippscheck und die Rechtsanwältin Süheyla Ince teil.


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